Warum sich der Kauf einer unsanierten Immobilie jetzt lohnen kann

In Deutschland bildet sich gerade eine Art Zweiklassengesellschaft heraus: zwischen sanierten und unsanierten Immobilien. Unsanierte Immobilien haben es immer schwerer, einen Käufer zu finden. Denn Käufer sind verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren energetisch zu sanieren. Viele Verkäufer mussten mit starken Preisreduktionen reagieren. Wer jetzt gut plant, kann mit staatlichen Förderungen ein Schnäppchen beim Immobilienkauf machen. Auf Folgendes sollten Sie dabei achten.

Erreicht eine gekaufte oder geerbte Immobilie nicht die vorgeschriebene Energieeffizienzklasse, ist der neue Eigentümer verpflichtet, sie zu sanieren. Dies wurde 2020 durch das damalige Gebäudeenergiegesetz (GEG) geregelt.

Das scheint zwar zunächst eine Belastung zu sein. Allerdings bieten sich hier für Kaufinteressenten Chancen. Denn die Preise für unsanierte Immobilien sind vielerorts stark gesunken. Gleichzeitig lässt sich mit staatlichen Förderungen Geld beim Sanieren sparen.

Chancen beim Kaufpreis

Wie bereits gesagt, ist eine unsanierte Immobilie günstiger. Schließlich können Sie die Kosten für die nötige Sanierung vom Kaufpreis abziehen. Es ist ratsam, sich von einem lokalen Qualitätsmakler beraten zu lassen. Denn er ermittelt einen realistischen Immobilienwert. Er verfügt einerseits über eine umfangreiche Marktkenntnis und weiß andererseits, wie sich der Sanierungsrückstand und die Kosten für die Sanierung auf den Wert auswirken. Darüber hinaus kennt er mindestens einen Energieberater, der sagen kann, welche Sanierungsmaßnahmen nötig und sinnvoll sind.

Chancen durch staatliche Förderungen

Der Staat bietet für energetische Sanierungen Förderungen an. Dies können Zulagen, Steuervorteile, günstigere Zinsen oder Zuschüsse sein, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Förderungen bieten beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) an. Zudem gibt es in einigen Bundesländern auch zusätzliche Förderungen. Lassen Sie sich in jedem Fall von einem unabhängigen Energieexperten beraten. Ein Profimakler empfiehlt Ihnen einen.

Chancen beim Verhandeln

„Lage, Lage, Lage“ war gestern. Die Energieeffizienzklasse einer Immobilie ist inzwischen fast gleichberechtigt neben die Lage als Kriterium für den Immobilienwert getreten. Immobilien verkaufen sich inzwischen also nicht nur wegen einer ungünstigen Lage schlechter, sondern auch wegen einer niedrigen Energieeffizienz. Hier bietet sich Verhandlungsspielraum. Überlassen Sie dies aber am besten einem erfahrenen Immobilienmakler. Er weiß, wie er mit Eigentümern verhandeln muss und kann Preisreduktionen erklären.

Bei einem niedrigen Budget kann der Kauf einer unsanierten Immobilie eine Option sein. Lassen Sie sich von einem lokalen Qualitätsmakler beraten. Er zeigt Ihnen, wo Vorteile und Herausforderungen liegen und findet mit Ihnen heraus, welche Immobilie zu Ihrem Budget und Ihrer Lebenssituation passt.

Möchten Sie wissen, wie es den Wert einer Immobilie verändert, wenn sie nicht saniert ist? Oder wünschen Sie sich Unterstützung bei der Immobiliensuche? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Notes

For the sake of readability, this text uses the generic masculine form. Female and other gender identities are explicitly included where relevant to the statement.

 

Legal notice: This article does not constitute tax or legal advice for any specific case. Please consult a lawyer and/or tax advisor to clarify the facts of your individual situation.

 

Foto: © Wordliner

 

About the author

Harry Mohr

Real estate agent (Chamber of Industry and Commerce)

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Harry Mohr is a real estate agent and owner of Immobilien Kontor Saarlouis. As a DEKRA-certified real estate appraiser, he supports his colleagues and clients in all areas of real estate marketing.